Altersvorsorgedepot-Fragen

Altersvorsorgedepot bei der Provinzial: Varianten, Start und Kosten

Kurz gesagt: Die Provinzial plant für Januar 2027 drei Varianten: Altersvorsorgedepot Standard, Altersvorsorgedepot Invest und Altersvorsorge Garant. Kosten und Fondsnamen hat sie noch nicht veröffentlicht. Die Beratung läuft über Agenturen und Sparkassen. Online können Sie sich vormerken lassen.

Stand: 22.10.2026. Quelle der Rechtslage: Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156.

Hier steht, was die Provinzial selbst veröffentlicht hat (Produktseite, Vormerkformular, Pressemitteilungen vom 18.06. und 22.10.2026, abgerufen am 22.10.2026). Die Angaben sind Ankündigungen und können sich ändern. Das ist keine Empfehlung für oder gegen den Anbieter.

Steckbrief: Altersvorsorgedepot bei Provinzial

Art des Anbieters
Versicherer
Standarddepot (feste Fondsauswahl)
Ja
Fonds selbst wählen
Ja
Garantie
Ja. Variante „Altersvorsorge Garant“ mit Garantieanteil, dessen Höhe nicht genannt wird. Die FAQ nennen 80 % bzw. 80 % und 100 % der Beiträge zu Beginn der Auszahlungsphase
Kosten
Keine Zahlen. Die Seite schreibt nur „ohne große Kosten“ und bei der Variante Standard „mit klarer Kostenstruktur“.
Abschluss
vor Ort
Geplanter Start
Januar 2027. Verkaufsstart „geplant“
Vorab-Anmeldung
Vormerkung
Bonus
keiner genannt
Riester-Wechsel
nicht erwähnt oder noch nicht bekannt

Angaben von Provinzial zum Altersvorsorgedepot (externe Seite), öffnet in neuem Tab

Noch nicht veröffentlicht: Kosten (Seite nennt nur 'ohne große Kosten'), Fondsliste, Riester-Übertrag, Online-Abschluss.

Angaben laut Anbieterseite, Stand: 23.10.2026. Ankündigungen sind keine Zusage, maßgeblich sind die Produktinformationen des Anbieters. Alle Anbieter vergleichen

Die Provinzial hat noch kein Altersvorsorgedepot im Angebot, beschreibt aber auf ihrer Website drei Varianten und nennt den Januar 2027 als geplanten Verkaufsstart. Kosten und Fondsnamen hat sie bisher nicht veröffentlicht.

Ab wann gibt es das Altersvorsorgedepot bei der Provinzial?

Die Provinzial nennt den Januar 2027 als geplanten Verkaufsstart. Die Pressemitteilung vom 22.10.2026 sagt, geplanter Verkaufsstart sei „im Januar 2027, zeitgleich zum Inkrafttreten des Altersvorsorgereformgesetzes“. Auf der Produktseite heißt es in den FAQ: „Die Umsetzung ist zum 01.01.2027 geplant.“ Das ist zugleich der gesetzliche Starttermin: Vorher sind keine Abschlüsse möglich (Art. 14 Abs. 2 Altersvorsorgereformgesetz). Ob alle drei Varianten am ersten Tag erhältlich sind, schreibt die Provinzial nicht.

Bis dahin bietet die Provinzial eine Vormerkung an. Über ein Formular können Sie sich für einen Beratungstermin eintragen, damit Sie „ab dem 01.01.2027 profitieren“ und frühzeitig informiert werden. Dabei geben Sie an, ob Sie für mehr Renditechance Risiken eingehen und auf eine Ablaufgarantie verzichten oder ob Sie zur Risikominderung eine Ablaufgarantie wünschen. Ein Abschluss ist über das Formular noch nicht möglich.

Welche Varianten nennt die Provinzial?

Die Provinzial zeigt auf ihrer Produktseite drei Varianten: Altersvorsorgedepot Standard, Altersvorsorgedepot Invest und Altersvorsorge Garant. Sie unterscheiden sich nach Anlageziel und Garantie. Das Gesetz kennt zwei Grundtypen: Ein Altersvorsorgedepot hat keine Garantie (§ 1 Abs. 1b Satz 2 Nr. 4 AltZertG); ein Garantieprodukt sichert zu Beginn der Auszahlungsphase (der Zeit, in der Geld aus dem Vertrag fließt) mindestens 80 % oder 100 % der Beiträge samt Zulagen zu (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AltZertG).

Das Altersvorsorgedepot Standard richtet sich laut Provinzial an alle, „die bislang noch nicht am Kapitalmarkt aktiv sind oder sich keine Gedanken um die Anlage machen möchten“. Die Seite nennt „Altersvorsorge über Investmentfonds“, „chancenorientiert und mit klarer Kostenstruktur“ und flexible Beiträge. Ob dies das gesetzliche Standarddepot mit zwei vorgegebenen Fonds ist, schreibt die Provinzial nicht ausdrücklich. Das Gesetz verlangt, dass jeder Anbieter eines Altersvorsorgedepots auch ein Standarddepot anbietet, selbst oder über einen Kooperationspartner (§ 1 Abs. 3 Satz 2 und 3 AltZertG).

Das Altersvorsorgedepot Invest ist für alle gedacht, „die Renditechancen der Kapitalmärkte nutzen möchten und selber entscheiden, wie Sie ihr Geld anlegen“. Dazu nennt die Seite die „Wahlmöglichkeit aus einer Vielzahl unterschiedlicher Fonds“ und flexible Beiträge.

Die Variante Altersvorsorge Garant ist laut Provinzial für Menschen mit höherem Sicherheitsbedürfnis oder mit geringer Restlaufzeit gedacht. Sie kombiniert Fondsanlage „mit einem Anteil sicherer, zuverlässiger Garantieleistung“. Welche Garantiehöhe diese Variante hat, steht nicht auf der Seite. In den FAQ nennt die Provinzial allgemein „Garantieprodukte mit 80 % und 100 % Beitragsgarantie zu Beginn der Auszahlungsphase“ als vorgesehen. An anderer Stelle der FAQ ist nur von einer Garantie von 80 % der eingezahlten Beiträge die Rede. Ob die Provinzial beide Höhen anbietet, sagt sie nicht.

Wer steckt hinter den Produkten?

Die Provinzial und der Konzern Versicherungskammer, ein weiterer öffentlicher Versicherer, arbeiten bei den Produkten zusammen. Das sagt die Pressemitteilung vom 22.10.2026. Danach verantwortet die Versicherungskammer die Entwicklung der Investment-Produkte, die Provinzial die Versicherungsangebote. Das Angebot umfasse „neben Versicherungsprodukten erstmals auch Investmentlösungen“. Die Investmentlösungen entstehen in Kooperation mit investify S.A. und lemon.markets brokerage GmbH. Außerdem kündigen beide Konzerne eine neue digitale Vermögensverwaltung für die Einmal- und Wiederanlage an. Die Versicherungskammer ist laut Pressemitteilung mit regionalen Gesellschaften in Bayern, in der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig.

Welche der drei Varianten ein Versicherungsvertrag und welche ein Investmentprodukt ist, steht auf den geprüften Seiten nicht. Davon hängt ab, wer Ihr Vertragspartner wird. Die Produktseite trägt das Impressum der Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft in Düsseldorf. Zum Provinzial Konzern gehören laut Pressemitteilung mehrere Regionalversicherer. Die Produktseite gibt es mit gleichem Inhalt in den Regionen Rheinland und Westfalen der Provinzial-Website. Ob alle Regionalgesellschaften dieselben Produkte anbieten, geht aus den geprüften Seiten nicht hervor.

Was kostet das Altersvorsorgedepot bei der Provinzial?

Konkrete Kosten hat die Provinzial nach unserem Stand vom 22.10.2026 nicht veröffentlicht. Wir haben die Produktseite mit allen aufklappbaren Antworten, das Vormerkformular und die Pressemitteilungen durchgesehen. Die Produktseite sagt nur, das Altersvorsorgedepot „funktioniert ohne große Kosten“. Die Variante Standard beschreibt sie als „mit klarer Kostenstruktur“. Zahlen nennt die Provinzial nicht.

Effektivkosten sind die Gesamtkosten eines Vertrags, ausgedrückt als Minderung der Rendite bis zum Beginn der Auszahlung. Die Obergrenze von 1,0 % im Jahr gilt nur für das Standarddepot (§ 2a Abs. 2 AltZertG). Für andere Varianten gibt es keine Obergrenze, die Effektivkosten muss der Anbieter aber ermitteln (§ 2a Abs. 1 AltZertG). Solange die Provinzial keine Zahlen nennt, lässt sich das Angebot bei den Kosten nicht mit anderen vergleichen. Die Kosten anderer Anbieter stehen in der Kostenübersicht, die Kostenarten erklärt der Ratgeber Kosten und Gebühren. Wie stark Kosten über Jahrzehnte wirken, zeigt der Rechner.

Welche Fonds und ETFs bietet die Provinzial an?

Namen oder Zahl der Fonds nennt die Provinzial nach unserem Stand vom 22.10.2026 nicht. Die Produktseite schreibt, das Geld werde „zum Beispiel in Fonds bzw. ETFs“ investiert. Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Marktindex nachbildet. Nur beim Invest-Depot nennt die Provinzial eine Fondsauswahl aus „einer Vielzahl unterschiedlicher Fonds“.

Laut Pressemitteilung vom 22.10.2026 liegen allen Vorsorgeprodukten Investmentvermögen (Fonds) zugrunde, die je nach Geschäftsgebiet von der Provinzial Asset Management (ProAM) oder der Versicherungskammer Tecta Invest beraten werden. Die Vertriebspartner können außerdem auf Investmentprodukte der Deka zugreifen. Welche Fonds das im Einzelnen sind, steht dort nicht.

Das gesetzliche Standarddepot besteht aus zwei Fonds, einer der Risikoklasse 1 oder 2 und einer der Risikoklasse 3 bis 5 (§ 1 Abs. 1c AltZertG). Die Risikoklasse steht im Basisinformationsblatt, der Kurzinformation zum Fonds; je höher sie ist, desto riskanter ist der Fonds. Ein Ablaufmanagement, also das schrittweise Umschichten in sicherere Anlagen vor dem Rentenbeginn, nennt die Provinzial nicht. Beim Standarddepot ist es gesetzlich vorgeschrieben: Fünf Jahre vor der Auszahlungsphase dürfen höchstens 50 %, zwei Jahre vor der Auszahlungsphase höchstens 30 % im risikoreicheren Fonds liegen (§ 1 Abs. 1c Nr. 5 AltZertG). Welche Anlagen sonst zulässig sind, erklärt der Ratgeber Anlagen und Standarddepot.

Wo kann ich bei der Provinzial abschließen?

Die Provinzial nennt Berater und Agenturen als Weg und bietet eine Online-Vormerkung an. Die Produktseite führt zu einer Beratungsvormerkung. In der Pressemitteilung vom 22.10.2026 heißt es, das neue Altersvorsorgedepot schaffe Transparenz, „ob digital oder in den Agenturen vor Ort“. Laut Pressemitteilung beraten die beiden Konzerne über die Sparkassen-Finanzgruppe, über Agenturen, Geschäftsstellen und Makler sowie über Genossenschaftsbanken in Bayern. Ob ein Abschluss allein im Internet möglich sein wird, schreibt die Provinzial nicht. Für das Standarddepot verlangt das Gesetz, dass Sie es elektronisch abschließen können (§ 1 Abs. 1c Nr. 1 AltZertG).

Wie hoch ist die Förderung bei der Provinzial und was muss ich einzahlen?

Die Zulagen, also die staatlichen Zuschüsse, sind bei allen Anbietern gleich. Für die volle Grundzulage von 540 € zahlen Sie 1.800 € im Jahr ein; mindestens nötig sind 120 € im Jahr (§ 84 Satz 1, § 86 EStG). Die Grundzulage beträgt 50 % auf die ersten 360 € Eigenbeitrag und 25 % auf den Betrag von 360,01 € bis 1.800 €, höchstens 540 € im Jahr (§ 84 Satz 1 EStG).

Wer zu Beginn des Beitragsjahres noch nicht 25 ist, bekommt einmalig 200 € dazu (§ 84 Satz 2 EStG). Die Provinzial schreibt, dieser Einmalzuschuss gelte für alle, die „vor dem 25. Geburtstag“ starten. Maßgeblich ist das Gesetz, und dort zählt das Alter zu Beginn des Beitragsjahres.

Die Kinderzulage beträgt bis zu 300 € je Kind und Jahr, wenn für das Kind Kindergeld festgesetzt wird (§ 85 Abs. 1 Satz 1 EStG). Die Provinzial nennt dieselben Beträge auf ihrer Produktseite.

Als Höchstbetrag für Einzahlungen nennt das Gesetz 6.840 € im Jahr (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 AltZertG). Zusätzlich können Sie Ihre Beiträge samt Zulagen steuerlich als Sonderausgaben absetzen. Sie senken dann das zu versteuernde Einkommen. Das Finanzamt prüft dabei, ob die Zulage oder der Steuervorteil günstiger ist (Günstigerprüfung). Die Provinzial weist ausdrücklich darauf hin, dass auch Selbständige das Depot nutzen können. Die Provinzial bietet außerdem einen eigenen Förderrechner an. Ihre eigene Zulage berechnet der Zulagenrechner. Ob sich ein Riester-Wechsel für Sie lohnen kann, zeigt der Selbst-Check.

Kann ich meinen Riester-Vertrag zur Provinzial übertragen?

Ob die Provinzial einen Riester-Übertrag anbietet, ist offen: Sie nennt ihn nur als Wunsch im Vormerkformular und schreibt keine Bedingungen dazu. Dort können Sie ankreuzen, dass Ihr bestehender Riester-Vertrag in das neue Altersvorsorgedepot übertragen werden soll. Auf der Produktseite steht dazu nichts. Ob der Übertrag in alle drei Varianten möglich ist und was er kostet, bleibt offen.

Gesetzlich gilt für den Wechsel eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Quartalsende (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 10 Buchst. b AltZertG in der bis 31.12.2026 geltenden Fassung). Für Ihren Riester-Vertrag darf der bisherige Anbieter für den Wechsel höchstens 150 € verlangen (§ 1 Abs. 1 Satz 3 AltZertG in der bis 31.12.2026 geltenden Fassung, § 14 Abs. 7 Satz 7 AltZertG). Ob der Wechsel nach fünf Jahren Vertragslaufzeit kostenfrei wird, wie es bei neuen Verträgen gilt, regelt das Gesetz für bereits bestehende Verträge nicht ausdrücklich.

Für Verträge, die Sie vor dem 01.01.2027 abgeschlossen haben, gelten die bisherigen Förderregeln bis zum Beginn der Auszahlung weiter (§ 52 Abs. 50a Satz 1 EStG). Wenn Sie nach dem 31.12.2026 einen neuen zertifizierten Altersvorsorgevertrag abschließen, gelten für alle Ihre Verträge einheitlich die neuen Regeln (§ 52 Abs. 50a Satz 6 EStG). Wie der Wechsel abläuft und worauf es bei Garantien und Förderung ankommt, erklären die Ratgeber Riester-Vertrag und Altersvorsorgedepot und Anbieterwechsel: Fristen und Kosten.

Gibt es bei der Provinzial etwas für Kinder und die Frühstart-Rente?

Ein Angebot für das Altersvorsorgedepot von Kindern oder für die Frühstart-Rente nennt die Provinzial nach unserem Stand vom 22.10.2026 nicht. Für Eltern erwähnt sie die Kinderzulage, die an das Kindergeld geknüpft ist. Die Frühstart-Rente, eine staatlich geförderte Altersvorsorge für Kinder, ist noch nicht in Kraft: Der Bundestag hat sie am 16.10.2026 beschlossen, der Bundesrat hat noch nicht entschieden. Laut Bundesfinanzministerium startet sie mit den Geburtsjahrgängen 2020 und 2021. Den Stand der Gesetzgebung erklärt der Ratgeber Frühstart-Rente.

Wie zahlt die Provinzial aus?

Die Provinzial nennt eine lebenslange Rente und einen Auszahlungsplan. Eine lebenslange Rente zahlt Ihnen bis ans Lebensende regelmäßig Geld, ein Auszahlungsplan verteilt das Guthaben auf einen festgelegten Zeitraum. Laut Produktseite bleibt das Guthaben im Auszahlungsplan in Fonds angelegt, und Sie können zwischen einer befristeten und einer lebenslangen Entnahmephase wählen. Das Gesetz verlangt, dass ein Auszahlungsplan mindestens bis zum 85. Lebensjahr läuft (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 Buchst. b AltZertG).

Die Rente beginnt laut Provinzial zwischen dem 65. und dem 70. Lebensjahr. Das Gesetz lässt auch einen früheren Beginn zu, wenn vorher eine gesetzliche Altersrente einsetzt (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AltZertG). Bis zu 30 % des angesparten Kapitals können Sie sich laut Provinzial auf einmal auszahlen lassen. Das Gesetz erlaubt das ebenfalls (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 AltZertG). Wie hoch eine Rente ausfällt, nennt die Provinzial nicht. Mehr zu den Formen steht im Ratgeber Auszahlphase.

Was ist bei der Provinzial noch offen?

Offen sind nach unserem Stand vom 22.10.2026 die Kosten, die Fondsliste, die Garantiehöhe der Variante Garant, die Frage, welche Variante ein Versicherungsvertrag und welche ein Investmentprodukt ist, und ob die Variante Standard dem gesetzlichen Standarddepot entspricht. Ebenso unklar sind die Bedingungen für den Riester-Übertrag und ob ein Abschluss ohne Beratung möglich sein wird.

Eine Empfehlung für oder gegen die Provinzial geben wir nicht. Für Menschen, die ein persönliches Gespräch in einer Agentur oder Sparkasse wünschen, kann ein Angebot mit Beratung passen. Wer vor dem Abschluss Preise vergleichen will, findet bei der Provinzial derzeit keine Zahlen.

Wie sieht es bei anderen Anbietern aus?

Was andere Banken, Broker und Versicherer angekündigt haben, steht in der Übersicht der Anbieter. Wer benachrichtigt werden möchte, sobald die Angebote starten, findet die Anmeldung unter Benachrichtigung.

Häufige Fragen

Bietet die Provinzial ein Altersvorsorgedepot an?

Noch nicht, aber sie hat es angekündigt. Auf der Produktseite steht „Ab 2027 können Sie mit dem Altersvorsorgedepot staatliche Förderungen nutzen“, in den FAQ „Die Umsetzung ist zum 01.01.2027 geplant“. Die Pressemitteilung vom 22.10.2026 nennt den Januar 2027 als geplanten Verkaufsstart. Gesetzlich sind Abschlüsse erst ab dem 01.01.2027 möglich (Art. 14 Abs. 2 Altersvorsorgereformgesetz).

Welche Varianten nennt die Provinzial?

Die Provinzial zeigt drei Varianten: Altersvorsorgedepot Standard, Altersvorsorgedepot Invest und Altersvorsorge Garant. Die Varianten Standard und Invest beschreibt sie als Altersvorsorge über Investmentfonds, bei Invest mit eigener Fondswahl. Garant verbindet laut Seite einen Anteil „sicherer, zuverlässiger Garantieleistung“ mit Fondsanlage. In den FAQ spricht die Provinzial von Garantieprodukten mit 80 % und 100 % Beitragsgarantie zu Beginn der Auszahlungsphase.

Was kostet das Altersvorsorgedepot bei der Provinzial?

Das hat die Provinzial nach unserem Stand vom 22.10.2026 nicht veröffentlicht. Sie schreibt nur, das Depot funktioniere „ohne große Kosten“, und beschreibt die Variante Standard als „mit klarer Kostenstruktur“. Gesetzlich liegt die Obergrenze für das Standarddepot (ein Depot mit zwei vorgegebenen Fonds) bei 1,0 % Effektivkosten im Jahr, also den Gesamtkosten als Renditeminderung (§ 2a Abs. 2 AltZertG).

Kann ich mein Riester-Guthaben zur Provinzial übertragen?

Ob die Provinzial einen Übertrag anbietet, ist offen. Im Vormerkformular nennt sie ihn nur als Wunsch, ohne Bedingungen. Dort lässt sich ankreuzen, dass ein bestehender Riester-Vertrag in das neue Depot übertragen werden soll. Zu Kosten oder Ablauf schreibt sie nichts. Gesetzlich gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Quartalsende (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 10 Buchst. b AltZertG in der bis 31.12.2026 geltenden Fassung). Für Ihren Riester-Vertrag darf der bisherige Anbieter für den Wechsel höchstens 150 € verlangen (§ 1 Abs. 1 Satz 3 AltZertG in der bis 31.12.2026 geltenden Fassung, § 14 Abs. 7 Satz 7 AltZertG). Ob der Wechsel nach fünf Jahren Vertragslaufzeit kostenfrei wird, wie es bei neuen Verträgen gilt, regelt das Gesetz für bereits bestehende Verträge nicht ausdrücklich.

Welche Fonds gibt es bei der Provinzial?

Eine Fondsliste hat die Provinzial nach unserem Stand vom 22.10.2026 nicht veröffentlicht. Laut Pressemitteilung vom 22.10.2026 liegen allen Produkten Investmentvermögen (Fonds) zugrunde, die je nach Geschäftsgebiet von der Provinzial Asset Management oder der Versicherungskammer Tecta Invest beraten werden. Zusätzlich können die Vertriebspartner auf Investmentprodukte der Deka zugreifen. Das gesetzliche Standarddepot besteht aus zwei Fonds, einer der Risikoklasse 1 oder 2 und einer der Risikoklasse 3 bis 5 (§ 1 Abs. 1c AltZertG).

Quellen

Rechnen Sie selbst nach: Zulagenrechner, Kostenrechner und Selbst-Check. Dieser Text ist allgemeine Information, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.